Ich habe extrem trockene Haut und deswegen schon zahlreiche Produkte
vergebens ausprobiert. Was kann ich tun?
Das Phänomen der trockenen, gespannten Haut tritt heutzutage immer öfter auf. Experten sind sich über die Ursache einig: Die vorherrschende Hautpflegekultur spielt bei diesen Erscheinungen eine überaus große Rolle. Dabei kommt es vor allem auf die Zusammensetzung der verwendeten Präparate an.
Auf der einen Seite stehen Mineralöle (nach Wasser die häufigsten Inhaltsstoffe), Vaseline und Erdwachse, die zwar auf der Haut ein schönes glattes Gefühl hinterlassen, jedoch – oft unbemerkt – die regenerativen Kräfte der Haut ausbremsen.
Auf der anderen Seite stehen die Emulgatoren. Die Hilfsstoffe haben die nützliche Eigenschaft, Fette und Wasser miteinander zu verbinden, so eine geschmeidige Creme entstehen zu lassen und diese in die Haut zu transportieren. Klingt so weit noch positiv – wäre da nicht eine wichtiger Nachteil: Sie lösen Cremebestandteile und sogar körpereigene Schutzstoffe aus der Haut heraus. Der Nachteil wird erst bei häufigerem Waschen sicht- und fühlbar: Schnell macht sich ein trockener Hautzustand bemerkbar.
Beide Effekte in Kombination führen zur „Abhängigkeit“, sprich einem Gefühl, nicht mehr ohne Creme auskommen zu können und ständig schmieren zu müssen. Wie bei allen anderen „Süchten“ braucht es auch hier lange Zeit, um wieder von diesem fast schon zwanghaften Verhalten weg zu kommen. Steigt man aber auf emulgatorenfreie Hautpflege um, regt man den Stoffwechsel und Regeneration nachhaltig an und tut seinem Körper damit etwas Gutes. Und hat sich die Haut erst mal auf das neue System eingestellt, hat man neben dem gesünderen Effekt auch eine weitere positive Nebenwirkung: Vergisst man nämlich ein Mal zu schmieren, fühlt sich die Haut nicht gleich wieder trocken an.
Was bedeutet eigentlich „dermatologisch getestet“?
„Dermatologisch getestet“ bedeutet nichts anderes, als dass die Verträglichkeits-Prüfung eines Präparats an freiwilligen Probanden von einem Dermatologen geleitet wurde. Aber Vorsicht: Aus dieser Bezeichnung geht nicht hervor, auf welche Art und Weise, welche Menge des Produkts auf welche Körperpartien und wie oft an wie vielen Personen appliziert wurde und zu welchem Ergebnis die Untersuchung gekommen ist. Trotz des Prädikats „dermatologisch getestet“ ist es durchaus möglich, dass einige Probanden allergisch auf das Produkt reagiert haben. Ohne weitere Angaben zum Test hat diese Aussage also keinen praktischen Wert. Im Gegenteil, denn in der Regel werden alle im Handel erhältlichen Produkte – auch wenn auf der Verpackung explizit darauf hingewiesen wird – dermatologisch getestet. Verträglichkeitstests sind nämlich neben den toxikologischen Daten der Inhaltsstoffe eine weitere wichtige Grundlage für die von der Kosmetikverordnung (KVO) geforderte Sicherheitsbewertung von Kosmetikartikeln. „Dermatologisch getestet“ täuscht also eine Sicherheit vor, die unter Umständen im Einzelfall gar nicht vorhanden ist.
Können durch Kosmetika Allergien entstehen?
Unverträglichkeitsreaktionen nach der Anwendung von Kosmetika oder Körperpflegemitteln kommen immer öfter vor. Der Körper wehrt sich gegen bestimmte Inhaltsstoffe und reagiert mit Juckreiz, Brennen, Trockenheit, Rötungen, Schuppenbildung etc.
Grundsätzlich gilt: Je körperfremder Inhaltsstoffe sind, desto höher die Möglichkeit allergischer Reaktionen. Je hautidentischer und natürlicher ein Inhaltsstoff, desto eher wird er vom Körper angenommen.
Zu den am häufigsten Allergien verursachenden Inhaltsstoffen zählen: Parfumestoffe, chemische Konservierungsmittel, Zitrusaromen (in nahezu jedem Putzmittel vorhanden), usw.
Ein wesentlichen Grund zur starken Steigerung der Allergierate ist die Erfindung der Liposome (Transportsysteme). Sie transportieren die Schadstoffe schneller unter die Haut und fördern so die Entfaltung der Wirkung. Allergische Reaktionen können entweder sofort aber auch oft erst nach längerer Zeit auftreten. Die Inkubationszeit kann sich über mehrere Monate oder sogar Jahre hinziehen. Um festzustellen, ob allergiefördernde Stoffe in einem Präparat enthalten sind sollte man genau die INCI – Bezeichnung studieren. Die „ärztliche Praxis – Dermatologie (5) September – Oktober 2001, Seite 30“ hat erhoben, welche Allergene bei Tests am häufigsten positiv getestet wurden.
Welche Allergene werden bei Tests am häufigsten positiv getestet?
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Nickelsulfat, nicht in Kosmetika vorhanden. |
15,5% |
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Duftstoff-Mix, |
10,5% |
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Perubalsam, zwischenzeitlich in Kosmetika verboten. |
8,8% |
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Thiomersal |
7,4% |
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Kobaltchlorid |
5,4% |
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Wollwachsalkohole, Stabilistor, Verdicker und Emulgator |
4,2% |
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Kolophonium |
4,2% |
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MDBGN(Dibromdicyanobutan)* |
4,2% |
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p-Phenylendiamin |
4,1% |
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Kaliumdichromat |
3,5% |
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Thiuram-Mix |
2,5% |
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(Chlor-)Methylisothiazolinon* |
2,3% |
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Neomycinsulfat |
2,3% |
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Quecksilber-II-amidchlorid |
2,2% |
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Terpentin, auch in ätherischen Ölen vorhanden, wie Teebaumöl |
2,1% |
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Formaldehyd* Imidazolidinyl Urea, beschleunigt auch Hautalterung |
1,8% |
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Propolis |
1,8% |
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Bufexamac |
1,4% |
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Benzocain |
1,4% |
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Epoxidharz |
1,2% |
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Cetylstearylalkohol, Emulgator |
1,2% |
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Paraben-Mix* |
1,2% |
*) u. a. Konservierungsstoffe in Kosmetika, Quelle: Ärztliche Praxis – Dermatologie (5), Sept.-Okt. 2001, S. 30
Wirkt Anti-Aging?
Anti-Aging ist – betrachtet man es genau – ein Unwort. Der natürliche Alterungsprozess der Haut ist durch Kosmetikartikel nicht aufzuhalten. Viele innerliche und äußerliche Einflüsse können jedoch zu einer vorzeitigen Hautalterung führen und genau diese Mechanismen gilt es zu beeinflussen.
Wirkungsvolle Anti-Agingpflege bedeutet aber in erster Linie nachhaltige Hautpflege und baut nicht auf kurzlebige Wirkstoffe auf.
Mit den CALÉ Produkten verfolgen wir das Ziel, die hauteigenen Funktionen zu reaktivieren und sie zu unterstützen. Es geht uns nicht darum, die Hautalterung zu stoppen – was nicht möglich ist – sondern sie zu verlangsamen, einen positiven Status quo so lang als möglich zu erhalten und die Haut gegen negative Einflüsse zu wappnen.
CALÉ kann die Jahre und den Lebensstil nicht wegzaubern, es kann aber sehr wohl aus z. B. einer reifen Haut eine gepflegte reife Haut machen, Falten reduzieren und eine übersensible Haut robuster machen.
Warum brauchen Augen eine besondere Pflege?
Die Haut um die Augen ist fünfmal dünner als die auf den Wangen und hat eine ganz andere Struktur. Sie besitzt kein Unterhaut-Fettgewebe, kann somit nichts speichern, hat kaum Talg- oder Schweißdrüsen und kann damit den Säureschutzmantel nicht selbst aufrecht erhalten. Wir zwinkern ungefähr 10.000 Mal am Tag. Wen wundert es also, wenn sich um die Augen relativ schnell Fältchen bilden. Dermatologen empfehlen Augencremen ab dem Zeitpunkt, an dem man anfängt, Schminke zu verwenden. Und bereits ab dem 20. Lebensjahr beginnt die Elastizität der Augenpartie nachzulassen.
CALÉ hat für die Augenpartie spezielle Präparate auf Hyaloronbasis entwickelt.
