Rhizobian Gum

Einer dieser Tricks aus der Natur ist das Rhizobian Gum. Ein Wirkstoff, der durch Mikroorganismen im Wurzelbereich von Wüstenpflanzen gebildet wird. Es ist ein Gel, das die Wurzeln umhüllt, so dass die Pflanzen bei Trockenheit geschützt sind, nicht austrocknen und so über eine längere Zeit auch ohne Wasser überleben können. Die Menschen im Senegal (Afrika) nutzen Rhizobian Gum schon seit Urzeiten zur Behandlung von Hautwunden und zur Hautpflege. Denn das stärkende Gel schützt nicht nur die Wurzeln von Wüstenpflanzen vor Feuchtigkeitsverlust, sondern auch die menschliche Haut. Eingerieben mit dem pflanzlichen Wirkstoff wird sie jugendlich weich und geschmeidig.


Hyaluronsäure und ihre Wirkung

Hyaluronsäure ist eine körpereigene Substanz. Sie hat ein hohes Wasserbindungsvermögen und wirkt so der Austrocknung der Haut entgegen. Sie ist auch an der Nährstoffversorgung der Haut beteiligt, kann freie Radikale neutralisieren und beeinflusst die Regenerationsfähigkeit der Haut positiv. Im Laufe des Lebens nimmt der Gehalt an natürlicher Hyaluronsäure innerhalb der Haut ab. Daher findet biosynthetisch hergestellte Hyaluronsäure inzwischen vielfache Verwendung in kosmetischen Präparaten.
Bedingt durch ihr hohes Vermögen Feuchtigkeit zu binden zeigt sie einen Sofort-Effekt.
Regelmäßig angewandt schützt sie vor freien Radikalen, Sonneneinstrahlung und Umweltgiften und verbessert die Hautstruktur. Es dauert ca. 2 Monate, bis dieser Effekt sichtbar wird.


Aloe Vera

Aloe Vera wird aus den inneren Blatteilen der Aloe-Pflanze, speziell Aloe bardensis Miller, gewonnen. Das Wirkprofil von Aloe Vera ist umfangreich: feuchtigkeitsspendend, wundheilungsunterstützend, weichmachend, adstringierend, pflegend und schützend.

Aloehaltige Produkte haben sich nicht nur in der Dermatologie bewährt, sondern werden vor allem mit Erfolg als pflegende Kosmetika eingesetzt. Aloe Vera ist in vielen Kosmetika enthalten, in reinigenden und pflegenden genauso wie in dekorativen Präparaten. Je nach Anwendung liegen die Konzentrationen zwischen 5 und 20 Prozent.


Centella Asiatica
(Tigergras)

Unter den ca. 20 Arten der tropischen, niedrig wachsenden Stauden aus der Familie der Apiaceae (Doldengewächse) ist das immergrüne Brahmikraut, Centella asiatica, die bekannteste. Sie stammt aus Südostasien und wächst in den gesamten Tropen.

In der ayurvedischen Medizin zählt Centella asiatica zu den wichtigsten Heilpflanzen. Eine gern erzählte Legende ist, dass sich verwundete bengalische Tiger instinktiv in den Blättern wälzen, um die Wundheilung anzuregen, daher stammt auch das Synonym Tigergras. Elefanten sollen sie bevorzugt fressen und daher, so der Volksmund, ihr gutes Gedächtnis erlangen.

Wissenschaftlich belegt sind seine antibakterielle und wundheilungsfördernde Wirkung. In der Hautpflege wird Centella-Extrakt zur Pflege reifer Haut eingesetzt, da er die Neubildung peripherer Blutgefäße fördert und die hauteigene Collagenproduktion anregt. Auch ekzematische Haut profitiert von der heilenden Wirkung dieser Pflanze.


Kigelia Africana (Extrakt vom Leberwurstbaum)

Die Früchte, die Rinde und die Wurzeln werden von den Einheimischen zur Herstellung von Heilmitteln verwendet. Afrikanische Frauen schwören auf die Wirkung des Extraktes als Anti-Falten-Creme. Denn seit Urzeiten nutzen sie vor allem die straffenden Eigenschaften des Fruchtfleischs zur täglichen Pflege der Haut und auch zur Vergrößerung der Brust.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben bestätigt, dass die im Fruchtfleisch enthaltenen Flavonoide und Phytosterol-Saponine durch ihre hormonähnlichen Eigenschaften für die straffende Wirkung verantwortlich sind.

Durch die nachgewiesenen östrogenähnlichen Eigenschaften des Kigelia-Fruchtfleisches kann zudem die Struktur der reifen Gesichtshaut ausbalanciert werden, die Hautelastizität und das Wohlgefühl der Haut werden verbessert, die Faltenbildung reduziert und sogar vorhandene Falten gemildert.

In Europa ist dieser Effekt der Schönheitscreme aus Afrika noch eher unbekannt. Hier kann man sie fast ausschließlich als Busenstraffer kaufen. In anderen Ländern, speziell in Australien, setzt man Kigelia häufig zur Hauterneuerung und zur Behandlung der alternden Haut auf Beauty-Farmen ein.


Pueraria Mirifica

ist eine thailändische Pflanze, bekannt unter den Namen “Kwao Khruea” oder “Kwao Khruea Kao” (weißer Kwao Khruea). Wissenschaftler der Universität Chulalongkorn in Bangkok (Thailand) konnten beweisen, dass Pueraria Mirifica den weiblichen Brustumfang um bis zu 80% vergrößern kann. Andere, in England durchgeführte Tests haben diese Daten bestätigt und darüber hinaus herausgefunden, dass das Haar geschmeidiger und die Haut straffer wird.

Gemäß der traditionellen Thailändischen Medizin ist dieses Anti-Aging-Kraut ideal für Frauen und auch Männer. Traditionell empfohlen wird es zur Stärkung des Haares, zur Faltenreduktion, zur Verbesserung des Sehvermögens, zur Vitalitäts – und Befindlichkeitssteigerung.


Traubenkernöl

Die Weintraube: Klein, aber WOW!! Trotz ihrer Größe verstecken sich in den kleinen Trauben wahre Powerpakete. Verantwortlich dafür sind unterschiedliche Wirkstoffe, allen voran jedoch die Polyphenole. Traubenkraft steckt in der Schale, im Fruchtfleisch, im Kern und sogar in den Blättern.
Kalt gepresstes Traubenkernöl hat den höchsten Gehalt (ca. 90%) an ungesättigten Fettsäuren aller Pflanzenöle. Neben Linolsäure (70%), Öl-, Palmitin-, und Stearinsäure enthält es verschiedene Vitamine (hoher Gehalt an Vitamin E), Flavonoide (Procyanidin), Resveratrol, Lecithin und Mineralien. Traubenkernöl kann von der Haut sehr gut aufgenommen werden und macht sie elastisch und geschmeidig.

OPC: Die Traubenkerne besitzen einen hohen Anteil an Anti-Aging OPC (Oligomere Procyanidine). OPC ist das wirksamste, effektivste, mächtigste, natürliche Antioxidanz und freie Radikalfänger (Radikalenvernichter).
Die antioxidative Wirkung von OPC ist 50 Mal stärker als die von Vitamin E und mehr als 18 Mal stärker als die von Vitamin C.

Linolsäure ist ein Bestandteil der menschlichen Haut, speziell der Epidermis. Deshalb kann Traubenkernöl von der Haut leicht aufgenommen werden und macht sie elastisch und geschmeidig.


Arganöl: Das seltenste und exklusivste Öl der Welt

Der Arganbaum (lat. Argania spinosa) ist einer der ältesten Bäume der Welt und wächst auf der Erde nur noch im südwestlichen Marokko zwischen Essaouira und Agadir. Aus seinen Früchten wird das flüssige Gold Marokkos, das Arganöl, gewonnen.

Zwar kann man die Früchte des Arganbaumes mehrmals im Jahr ernten, die Herstellung an sich ist jedoch sehr zeitaufwendig. So dauert die Gewinnung eines Liters des flüssigen Goldes in traditioneller Herstellung ungefähr zwölf Stunden. Da verwundert es nicht, dass ein Liter des exklusiven Saftes zwischen 80 und 120 Euro kostet.
Arganöl ist ungewöhnlich reich an Alpha-Tocopherol, das die stärkste Vitamin E- Aktivität besitzt.


Neutralöl: Caprylic/Capric Triglyceride

Der Begriff »Neutralöl« bezeichnet eine Mischung aus mittelkettigen Fettsäuren (Triglyceriden), exakt Caprinsäure und Caprylsäure natürlichen Ursprungs.

Neutralöl ist ein reizfreies, oxidativ stabiles und nach dem naturkosmetischen Spreitmodell ein hochspreitendes Öl (Spreitwert: 566), dessen Stärke genau in diesen drei Charakteristika liegt. Es verbessert durch seine niedrige Viskosität das Einzieh- und Auftragsverhalten von Emulsionen, reduziert eine zu stark fettende Haptik und kann als Lipidkomponente immer da eingesetzt werden, wo ein Zuviel an wirkenden, aktivierenden Substanzen unerwünscht ist.

Verwendet wird das Neutralöl da, wo gezielt eine nicht reaktive, extrem reizfreie Formulierung ergeben soll. Auch bei lichtexponierten Rezepturen ist Neutralöl ein sinnvoll eingesetztes Lipid auf pflanzlicher Basis.


Granatapfelsamenöl

Das hell- bis goldgelbe und angenehm nussig duftende Samenöl, das auf dem Markt vor allem als gepresste und CO²-Extraktion angeboten wird, beinhaltet einen hohen Anteil einer ungewöhnlichen und seltenen Fettsäure, die Punicinsäure (Punicic Acid).

Flavonoide, Polyphenole (darunter Anthocyanidine wie Delphinidin, Cyanidin und Tannine wie Punicalin, Pedunculagin und Ellagsäure) sowie Phytosterole ergänzen das Spektrum an außergewöhnlich regenerierenden Substanzen.

Granatapfelsamenöl gehört zu den hochpreisigen Ölen, ist jedoch tatsächlich eine Kostbarkeit unter den Wirkstoffölen. Granatapfelsamenöl gilt als hervorragendes Gesichtsöl für trockene, alternde und beanspruchte Haut. Kurmäßig pur aufgetragen hat es stark regenerierende und aktivierende Wirkungen und hilft bei akuten Hautproblemen.